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Grundkurs-Info -
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Grundkursgespräch mit Gerd Sonnleitner
Mittwoch 28.2.07 der Tag nach unserem GK-Hochzeitsfest fing für einige
ohne Frühstück an. Teilweise wegen Überstunde bis ca. 02.30Uhr der
DK-Chefköche, aber auch durch mangelnde Hungergefühle nach dem
Spitzen-5-Gänge-Menü. Heute stand wichtiger Besuch an. Eine viertel Stunde
(Gegenteil von c.T.?) vor Terminbeginn versammelten sich alle in Schale
geworfen, erwartungsvoll im Seminarraum 3. Pünktlich um 9.30 betrat Herr
Sonnleitner das Zimmer und schon ging es los. Unser Grundkursschweiger Michi
Bauer bat darum unsere Fragen in ca. 3 Minuten zu beantworten.
Herr Sonnleitner Begann sehr Herzlich mit ein paar kurze Sätzen, der
Austausch der Mentalitäten/Kulturen sei im GK sehr wichtig um uns besser
verstehen zu lernen. Jetzt sprudelten Anfangs zögerlich die vielen Fragen.
Keine Garantie für100% Richtigkeit für Satzlaut und Inhalt.
=>Was konnten Sie als ehemaliger GKler an Verhandlungsgeschick aus dem GK
mitnehmen?
Ein hohes Selbstbewusstsein, eine große Bandbreite des Denkens, die
Möglichkeit viel viele verschiedene Persönlichkeiten kennen zu lernen,
bewirkte immer wieder ein wertvolles Hinterfragen des eigenen tun´ s.
=>Wie sieht ihr Werdegang aus?
Herr Sonnleitner wollte schon sehr früh Bauer werden, weil ihm die mit
diesem Beruf verbundene Freiheit sehr reizte. In der Gesellschaft ist
Freiheit nicht selbstverständlich, so begann er bald sich Politisch hierfür
einzubringen. Zuerst als Jagdgenossenschaftsvorsitzender, dort galt er als
„Junger Spritzer“ und konnte viel über Politik reden. Mit dem Ziel im
Bauernverband eine Rolle zu spicken und dies mit seinem Betrieb zu
verbinden, wurde er schließlich Ortsobmann. Beim Wechsel des Kreisobmanns
nutzte er die Unruhe im Verband und trat dessen Nachfolge an.
=>Wie bekommen Sie Familie und Verband unter einen Hut?
Da sich seine Kinder schon in der Pubertät befanden und er schon länger
verheiratet war, ging dies leichter. Auf alle Fälle ist eine Absprache mit
seiner Frau von hoher Bedeutung gewesen. Wenn Rückschläge mit Begeisterung
bewältigt werden können, schöpft man daraus wieder Energie um auf die
nächsten Probleme besser vorbereitet zu sein.
=>Freizeit?
Nicht nach Freizeit fragen!
Sein Hobby sind seine Hecken, die er mit Baumschere und Spaten bewaffnet,
sich über diese hermacht und ohne an eine Zeit gebunden so richtig bei der
Arbeit Abschalten kann.
In der Regel müssen 4 Stunden Schlaf genügen. (GK-Training????)
=>Wie kommen Sie zu Informationen zu aktuellen Geschehnissen der
Landwirtschaft?
z.B. durch Verteiler die immer wissen wo er sich befindet und wer Herr
Sonnleitner wann und wo abholt, dann liegen im Auto gefaxte Zeitungsartikel
usw. bereit. Sein Handy ist meist aus, um der Gefahr zu entgehen mit Infos
zugemüllt zu werden.
=>In welchen Gremien sitzen sie neben den DBV?
In allen Kernbereichen des DBV z.B. Verlagsaufsichtsrat,
Verwaltungsvorsitzender der Rentenbank
=>Verfassen Sie ihre Rede selbst?
Die Bausteine werden von Veranstaltungsleiter vorgegeben. Seine
Assistenten informieren sich außerdem was vor Ort los ist. Er beherzigt
immer einen Trick den 1.Vorsitzenden und den Namen des Ortes auf seine
Unterlage zu notieren.
Es ist nur menschlich bei ca. 3 Termine am Tag mal was zu verwechseln, es
wird aber schwer verzichten.
=>Wie groß ist der Einfluss in der Politik und wie weit stoße Sie in der
Zusammenarbeit auf offene Ohre?
In Berlin hat von LW keiner viel Ahnung weshalb der DBV hier an der
Spitze steht. In Bayern ist es zur Zeit extrem Schwierig. Da Bayern
Führerlos ist, möchten alle Minister werden, alles andere ist Zweitrangig.
Innerhalb von Parteien sind die Kollegen größte Feinde. Vielen geht es nur
darum, wie laß ich den anderen schlecht aussehen. Leider gehen so die
Anliegen oft unter!
=>Warum haben sie entschieden nicht in die Politik zugehen?
Er wollte sich nicht unterordnen lassen. Bei der CSU hat er gelernt mit
Menschen umzugehen, doch die CSU war ihm zu klein Kariert. Er sieht die Zeit
in der CSU als Lernproßes.
=>Wie lange bleiben sie noch in Amt?
=>Was machen sie danach?
Er möchte als gesunder Mann mit ca. 65 Jahren aufhören. Zurück im Betrieb
muss er sich wieder mit der Praxis vertraut machen. Dort muss er einen
Arbeitsbereich suchen wo er nicht seiner Frau in die quere Kommt, denn sie
Managet bisher den Betrieb perfekt alleine!
=>Haben sie Hobbys für die Verbandsarbeit aufgeben müssen?
Seine Hobbys waren die Politik, Ernesto Che Guevara hat ihm begeistert.
Er ging fließend in arbeit über.
=>Ist die Verbandspolitik ein „Hinterer“ in ihrer Familie?
Zeit für seine Frau schwierig. Sie kannte von ihrer Kindheit nur dass
der Vater immer da war. Doch ein Ehrenamt bringt Lebenserfahrungen, es ist
leichter zu Hinterfragen warum Menschen so Handeln
=>Wie eng arbeiten sie mit Russland zusammen?
Auf der grünen Woche wurde von Frau Merkel ein Handelsabkommen zwischen
EU und Russland unterzeichnet. Im Ministerium sitzt ein Ansprechpartner für
Russland um im Austausch mehr zusammen zuwachsen.
Um ca. 9:30Uhr ließ Herr Sonnleitner dass sehr lebendige Gespräch mit den
wünschen ausklingen. Wir sollen an uns und die Landwirtschaft Glauben und
uns als Unternehmer/innen in die Gesellschaft einbringen!
Jetzt hieß es aufstellen zum Gruppenfoto mit „Stargast“ !
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